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01.07.2026 09:00 Uhr
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Kuba ruft die UN-Generalversammlung für den 7. Juli zu einer Sondersitzung über die US-Blockade zusammen. Ziel sei es, die „aggressiven Aktionen“ Washingtons zu verurteilen, erklärte Außenminister Rodríguez.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Video. Rechte beim Uploadenden.
Die kubanische Regierung gab bekannt, dass am 7. Juli eine von Havanna beantragte Sitzung der UN-Generalversammlung in New York stattfinden wird, um die Auswirkungen der von den USA gegen die Insel verhängten Blockade zu thematisieren. Außenminister Bruno Rodríguez kündigte den Schritt am Dienstag (30.) in Havanna an und sprach von einer „dringenden Situation“, da die „multidimensionale Aggression der USA bereits im Gange“ sei. Die Sitzung solle unter dem Tagesordnungspunkt 38 stattfinden, der die „Notwendigkeit der Beendigung des von den USA gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargos“ thematisiert. Rodríguez zufolge wird Kuba dort insbesondere die jüngste Verschärfung der Sanktionen anprangern, die das karibische Land in eine tiefe Energiekrise gestürzt haben.
Die Insel leidet seit Mitte 2024 unter einer schweren Energie- und Wirtschaftskrise, die sich durch die im Januar von Washington verhängte Ölblockade dramatisch zugespitzt hat. Die Vereinten Nationen hatten diese Maßnahme bereits als völkerrechtswidrig eingestuft. Die Blockade habe zu „wachsenden Schäden, Entbehrungen und Leiden für unser Volk“ geführt, sagte der Minister. Seit Mai verschärfen zusätzliche Sanktionen die Lage: Sie richten sich gegen alle Personen und Unternehmen, die die kubanische Regierung unterstützen oder in Schlüsselsektoren wie Energie, Verteidigung, Finanzen und Bergbau tätig sind. Die US-Maßnahmen, so Rodríguez, stellten „eine Bedrohung für Frieden, Sicherheit und regionale Stabilität“ dar. „Kuba ist keine Bedrohung. Die Blockade schon. Die Blockade und die Politik der Aggression und Feindseligkeit der US-Regierung gegen Kuba bedrohen die Existenz und das Wohlergehen des kubanischen Volkes“, betonte er. Zugleich warnte er, dass die US-Regierung versuche, andere UN-Mitgliedsstaaten einzuschüchtern und mit Zwangsmethoden von der Teilnahme an der Sitzung abzuhalten. Dennoch zeigte er sich überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft erneut an der Seite Kubas stehen werde. Der Termin im Juli ist nicht der einzige diplomatische Vorstoß dieser Art in diesem Jahr. Bereits für den 27. Oktober ist die alljährliche Abstimmung über den Resolutionsentwurf zur Beendigung des US-Embargos anberaumt. In den vergangenen 33 Jahren wurde die nicht bindende Resolution stets mit einer nahezu einhelligen Mehrheit der Mitgliedsländer verabschiedet. Die kubanische Regierung hofft, dass die kommende Sondersitzung den politischen Druck auf Washington weiter erhöht und die Dringlichkeit der humanitären und wirtschaftlichen Notlage der Insel unterstreicht. Die USA stehen mit ihrer harten Linie gegen Kuba international weitgehend isoliert da, ein Zustand, den Havanna nun erneut vor der Weltöffentlichkeit dokumentieren will.
Quelle: EFE (https://t1p.de/edf59)
Autor: Leon Latozke
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