Neues aus Kuba
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21.02.2026 10:00 Uhr
US-Diplomaten haben in Rom den Dialog mit dem Vatikan gesucht, um die Lage in Kuba zu besprechen. Die Gespräche drehten sich um die Unterstützung der Bevölkerung, wirtschaftliche Chancen und die Verteilung humanitärer Hilfe über die katholische Kirche.
In Rom trafen am Freitag (20.) US-Diplomaten mit Vertretern des Vatikans zusammen, um über die Lage auf der Insel zu beraten und die Rolle der katholischen Kirche in dieser Krise zu diskutieren. Mike Hammer, Geschäftsleiter der US-Botschaft in Havanna, und Brian Burch, US-Botschafter beim Heiligen Stuhl, führten Gespräche mit Paul Richard Gallagher, dem Sekretär für die Beziehungen zu Staaten im Vatikan, über Möglichkeiten, die kubanische Bevölkerung zu unterstützen.
Die US-Diplomaten betonten nach Angaben ihrer Botschaft auf X, dass die Administration von Donald Trump die Bestrebungen der Kubaner nach Freiheit und wirtschaftlichen Chancen unterstütze. Ziel sei es, die Bevölkerung direkt über die katholische Kirche zu erreichen, unter anderem durch humanitäre Hilfe, die von Einrichtungen wie Cáritas International verteilt wird. Neben dem Vatikan trafen sich Hammer und Burch mit Botschaftern lateinamerikanischer Staaten – darunter Mexiko, Guatemala, Argentinien, Chile, Ecuador und Costa Rica – um gemeinsame Strategien zu besprechen. Im Mittelpunkt stand, wie Kirchenstrukturen und internationale Partner zusammenarbeiten können, um die wirtschaftlichen und politischen Perspektiven für die Bevölkerung Kubas zu verbessern. Die Situation auf der Insel ist angespannt: Die US-Blockade gegen Energieimporte Kubas gilt als härteste seit Jahrzehnten und bedroht die Versorgung mit Treibstoff. Washington droht zudem mit Sanktionen gegen Drittländer, die Öl nach Kuba liefern. Die kubanische Bevölkerung leidet unter Versorgungsengpässen und zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit. Papst Leo XIV. appellierte kürzlich an beide Seiten zu einem „ehrlichen und wirksamen Dialog“, um Gewalt und weitere Not zu verhindern. Parallel dazu ist die Kirche selbst von der Energiekrise betroffen: Die traditionellen ‘ad limina’-Besuche der kubanischen Bischöfe beim Vatikan wurden aufgrund der Treibstoffknappheit abgesagt. Dennoch empfing Papst Leo XIV. am Freitag den Bischof von Guantánamo und Baracoa, Silvano Pedroso Montalvo, zu einer persönlichen Audienz – Details wurden nicht veröffentlicht. Die Lage bleibt angespannt, und Beobachter sehen in der US-Kuba-Beziehung ein geopolitisches Spannungsfeld, in dem wirtschaftliche Sanktionen, diplomatisches Engagement und kirchliche Vermittlung eng miteinander verflochten sind. Wie sich die Krise weiterentwickelt, hängt wesentlich von der Fähigkeit beider Seiten ab, Dialogstrukturen aufzubauen und die humanitäre Notlage der Bevölkerung nicht zu verschärfen.
Quelle: EFE (https://t1p.de/e4xhl)
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