Neues aus Kuba
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14.05.2026 08:00 Uhr
Die USA haben ihre Offerte von 100 Millionen Dollar humanitärer Hilfe für Kuba bekräftigt. Die Summe soll in Kooperation mit der katholischen Kirche und unabhängigen Hilfsorganisationen direkt an die kubanische Bevölkerung fließen. Die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung liege nun bei der kubanischen Regierung, erklärte das US-Außenministerium.
Die US-Regierung hat am Mittwoch (13.) ihr Angebot von 100 Millionen Dollar für humanitäre Hilfsleistungen an die kubanische Bevölkerung erneuert – und stellt damit die Führung in Havanna erneut vor die Wahl, das Geld anzunehmen oder abzulehnen. In einer Mitteilung des Außenministeriums in Washington hieß es, die Summe solle in Abstimmung mit der katholischen Kirche und anderen unabhängigen und vertrauenswürdigen Organisationen verteilt werden. Die Entscheidung liege nun bei der kubanischen Regierung, die zwischen der Annahme dieser „lebenswichtigen und entscheidenden Hilfe“ und deren Zurückweisung wählen müsse.
Bereits in der vergangenen Woche hatte US-Außenminister Marco Rubio das Angebot öffentlich gemacht, nachdem er zuvor mehrfach private Gespräche mit Vertretern der kubanischen Behörden geführt haben soll. Dabei sei es laut dem Kommuniqué nicht allein um die Geldhilfe gegangen, sondern auch um die Bereitstellung eines kostenlosen Satelliteninternetdienstes für die Insel. Während einer Pressekonferenz in Rom, wo Rubio sich mit Papst Leo XIV. traf, betonte er, die USA hätten bereits sechs Millionen Dollar an humanitärer Hilfe über die kirchliche Organisation Caritas überwiesen. Man sei bereit, noch weiterzugehen, doch die kubanische Seite habe die angebotenen 100 Millionen Dollar bisher nicht angenommen. Die Reaktion aus Havanna fiel scharf aus. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez bezeichnete das Angebot am Freitag als „Märchen“ und stellte die Glaubwürdigkeit der US-Regierung infrage. Er fragte öffentlich, wo die Summe bleibe und wofür sie genau verwendet werden solle. Gleichzeitig warf er Rubio vor, ein „antikubanischer Politiker“ zu sein, und verwies auf die Milliardenbeträge, die die US-Wirtschaftssanktionen Kuba gekostet hätten. Diese Spannungen sind Teil einer verschärften Gangart Washingtons seit Januar, das die Insel zu wirtschaftlichen und politischen Reformen drängt. Dazu gehört auch die Androhung militärischer Interventionen sowie ein Öl-Embargo, das die ohnehin prekäre Lage des Landes weiter verschlimmert hat. Kubas Regierung zeigt sich bislang kompromisslos – und lehnt die Bedingungen der USA ab.
Quelle: Efe (https://is.gd/PK3Ckf)
Autor: Leon Latozke
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