Neues aus Kuba
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Die USA erhöhen ihre humanitäre Hilfe für Kuba auf neun Millionen Dollar. Havanna reagiert verärgert. Vize-Außenminister Carlos Fernández de Cossío spricht von Heuchelei angesichts fortbestehender Sanktionen.
06.02.2026 07:20 Uhr
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Die Vereinigten Staaten weiten ihre humanitäre Hilfe für Kuba aus, stoßen damit in Havanna jedoch auf scharfe Ablehnung. Wie das Außenministerium in Washington mitteilte, stellen die USA weitere Hilfsgüter im Wert von sechs Millionen US-Dollar bereit für die Opfer vom Hurrikan Melissa. Damit summiert sich die Unterstützung seit dem Hurrikan, der Kuba im Oktober getroffen hatte, auf insgesamt neun Millionen Dollar.
Der stellvertretende kubanische Außenminister Carlos Fernández de Cossío reagierte mit deutlichen Worten. Es sei heuchlerisch, so der Diplomat, einerseits „drakonische Zwangsmaßnahmen“ gegen Kuba aufrechtzuerhalten und andererseits begrenzte humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln zu leisten. Die US-Sanktionen verschärften die wirtschaftliche Lage des Landes erheblich und untergrüben die Wirkung jeder Hilfslieferung. Zusätzliche Brisanz erhält der Konflikt durch die regionale Energiepolitik. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Militäraktion gegen Venezuela angekündigt, Kuba werde kein Öl mehr aus dem südamerikanischen Land erhalten. Mexiko bemüht sich laut einem Reuters-Bericht in Gesprächen mit Washington darum, eigene Öllieferungen an Kuba als humanitäre Hilfe einstufen zu lassen, um US-Strafzölle zu umgehen. Gleichzeitig signalisiert Havanna Gesprächsbereitschaft. Staatschef Miguel Díaz-Canel erklärte im kubanischen Staatsfernsehen, Kuba sei zu einem Dialog mit den USA bereit. Voraussetzung sei jedoch, dass dieser ohne Druck und ohne Vorbedingungen geführt werde. Ob die erhöhten Hilfen ein erster Schritt zu einer vorsichtigen Annäherung sind oder lediglich ein taktisches Manöver im festgefahrenen Konflikt, bleibt offen.
Quelle: DW (https://t1p.de/x35lk)
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