Neues aus Kuba
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31.03.2026 10:00 Uhr
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Ein russischer Öltanker erreicht Kuba mit US-Genehmigung. Die Maßnahme soll die Energieversorgung sichern, ist laut Regierung aber kein politisches Signal. Weitere Entscheidungen sollen individuell getroffen werden.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: White House says no change in Cuba policy after Russian tanker waiver. Rechte beim Uploadenden.
Die US-Regierung hat klargestellt, dass ihre Haltung gegenüber Kuba unverändert bleibt – trotz der Entscheidung, einem unter Sanktionen stehenden russischen Öltanker die Lieferung von Treibstoff auf die Insel zu gestatten. Diese Ausnahme sei ausschließlich aus humanitären Gründen erfolgt und stelle keinen Kurswechsel dar, betonte das Weiße Haus in Washington.
Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte am Montag (30.), dass es keine formale Anpassung der bestehenden Sanktionspolitik gebe. Vielmehr würden Einzelfallentscheidungen getroffen, wenn besondere Umstände – etwa die Versorgung der Zivilbevölkerung – dies erforderlich machten. Der Präsident habe ausdrücklich angeordnet, die Lieferung zuzulassen, um die dringend benötigte Energieversorgung der kubanischen Bevölkerung zu unterstützen. Gleichzeitig unterstrich die US-Regierung, dass sie weiterhin das Recht habe, Schiffe zu beschlagnahmen, die gegen die geltenden Sanktionen verstoßen. Diese Maßnahmen würden jedoch ebenfalls situativ geprüft und könnten in begründeten Fällen ausgesetzt werden. Die aktuelle Situation steht im Zusammenhang mit der angespannten Energieversorgung Kubas. Nachdem die USA Anfang Januar die Öllieferungen aus Venezuela gestoppt hatten, verschärfte sich die Versorgungslage auf der Insel erheblich. Zuvor hatte Washington zudem anderen Staaten mit Strafzöllen gedroht, sollten sie weiterhin Rohöl nach Kuba exportieren. Parallel dazu wurde bekannt, dass die US-Botschaft in Havanna kürzlich selbst eine Treibstofflieferung erhalten hat. Laut Angaben des Außenministeriums habe die kubanische Regierung zugesichert, ihre Verpflichtungen gemäß internationalen diplomatischen Vereinbarungen einzuhalten. Zuvor war berichtet worden, dass Kuba angesichts der Treibstoffknappheit eine Anfrage der Botschaft zur Diesel-Einfuhr abgelehnt hatte. US-Präsident Donald Trump signalisierte zuletzt eine pragmatischere Haltung. Er äußerte Verständnis für die schwierige Lage der kubanischen Bevölkerung und erklärte, er habe aktuell keine Einwände gegen Ölimporte nach Kuba – unabhängig davon, aus welchem Land diese stammen. Die Energiekrise in Kuba hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch zugespitzt. Laut Präsident Miguel Díaz-Canel ist seit drei Monaten kein Öltanker mehr auf der Insel angekommen. Die Folgen sind weitreichend: strikte Benzinrationierungen, wiederkehrende Stromausfälle und erhebliche Einschränkungen im Alltag der rund zehn Millionen Einwohner. Besonders kritisch ist die Lage im Gesundheitssektor, wo die Versorgungslücken das Risiko für schwerkranke Patienten deutlich erhöhen. Russland bestätigte unterdessen die Ankunft eines Tankers mit rund 100.000 Tonnen Rohöl. Dennoch bleibt unklar, ob weitere Lieferungen folgen werden. Die US-Regierung betont weiterhin, dass jede Entscheidung individuell getroffen werde und keine generelle Freigabe für russische Öltransporte nach Kuba bestehe.
Quelle: NYT (https://t1p.de/4x5dg)
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