Neues aus Kuba
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08.05.2026 10:00 Uhr
Die USA belegen Gaesa, das Herz der kubanischen Militärwirtschaft, und die Nickelminenfirma Moa Nickel mit Sanktionen. Letztere wird beschuldigt, von enteigneten US-Vermögenswerten zu profitieren. Weitere Strafmaßnahmen sollen folgen, um das Regime wirtschaftlich zu isolieren.
Die US-Regierung hat ihre wirtschaftliche Isolation Kubas erneut verschärft. Am Donnerstag (7.) verhängte Washington Sanktionen gegen das kubanische Militärkonglomerat Gaesa, dessen Direktorin sowie das Nickel-Bergbauunternehmen Moa Nickel, ein Joint Venture mit der kanadischen Firma Sherritt International. Die Maßnahmen sind Teil einer strategischen Offensive, die darauf abzielt, die Wirtschaft der Insel weiter zu strangulieren. Sie fallen in eine Zeit, in der US-Präsident Donald Trump mit unverhohlenen Drohungen operiert, die Kontrolle über das Karibikland zu übernehmen. Der Schritt unterstreicht das anhaltende Bestreben der USA, den Druck auf die Regierung in Havanna zu maximieren.
Außenminister Marco Rubio, selbst Sohn kubanischer Einwanderer, begründete die Entscheidung in einer offiziellen Mitteilung mit dem Schutz der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten. Es gehe darum, dem "kommunistischen Regime und den militärischen Kräften Kubas" den Zugang zu illegalen Vermögenswerten zu entziehen. Die neuen Strafmaßnahmen werden als "entscheidende Schritte" bezeichnet und treten parallel zur überraschenden Ankündigung der kanadischen Sherritt International ein, eines der größten ausländischen Unternehmen in Kuba, seine direkte Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen auf der Insel mit sofortiger Wirkung auszusetzen. Die Sanktionen zielen präzise auf das Herz des kubanischen Wirtschaftssystems. Gaesa, das Militärkonglomerat, wird beschuldigt, "im Sektor der Finanzdienstleistungen der kubanischen Wirtschaft tätig zu sein oder gewesen zu sein". Das Unternehmen, das einen Großteil der Staatsgeschäfte kontrolliert, wird von Washington als "Herzstück des kommunistischen und kleptokratischen Systems Kubas" bezeichnet. Ihm wird vorgeworfen, schätzungsweise 40 Prozent oder mehr der Inselwirtschaft zu kontrollieren, während die Bevölkerung unter einer der schwersten Wirtschaftskrisen der Landesgeschichte leidet. Laut öffentlichen Schätzungen, auf die sich das US-Außenministerium beruft, übersteigen die Einnahmen von Gaesa den kubanischen Staatshaushalt um mehr als das Dreifache; die illegalen Vermögenswerte des Konzerns sollen sich auf bis zu 20 Milliarden Dollar belaufen. Direktorin Ania Lastres Morera wird persönlich für ihre Führungsrolle bei der Organisation belangt. Auch der Nickelbergbau steht im Fokus der US-Behörden. Die Mine Moa Nickel, ein Gemeinschaftsunternehmen von Sherritt International und dem kubanischen Staatsunternehmen Compañía General de Níquel, wird sanktioniert, weil sie im "Metall- und Bergbausektor" Kubas operiert. Die US-Regierung wirft dem Joint Venture vor, von Vermögenswerten zu profitieren, die "ursprünglich vom kubanischen Regime von US-Bürgern und US-Unternehmen enteignet wurden". Die Maßnahmen sollen, so Rubio, "den Regimen und jenen, die ihnen materielle oder finanzielle Unterstützung gewähren, die Stirn bieten". Die jüngsten Sanktionen sind Teil der am 1. Mai von Trump angeordneten Verschärfung des Sanktionsregimes gegen die Insel. Diese erweitert die Sanktionsreichweite nahezu auf jede Person oder jedes Unternehmen außerhalb der USA, das Geschäfte mit Kuba treibt – insbesondere in den Bereichen Energie, Verteidigung, Sicherheit und Finanzen. Die Maßnahmen folgen auf das im Januar verhängte Ölembargo gegen die Insel. Trump hat wiederholt erklärt, er werde die Kontrolle über Kuba "fast sofort" übernehmen, und erwägt sogar die Verlegung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln in karibische Gewässer. Rubio deutete an, dass weitere Sanktionen bevorstünden und innerhalb der "kommenden Tage und Wochen" zu erwarten seien, da das kubanische Regime die Insel als "Plattform für ausländische Geheimdienst-, Militär- und Terroroperationen" missbrauche.
Quelle: State.gov (https://t1p.de/g38f3)
Autor: Leon Latozke
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