Neues aus Kuba
Varadero profitiert: Russische Touristenströme wegen Luftraumsperrung nach Kuba umgeleitet1/12/2025
Russische Urlauber, die ursprünglich nach Venezuela reisen sollten, werden wegen des jüngsten Luftraumsperrung durch die USA nach Kuba umgeleitet. Russische Touristikunternehmen haben Flüge nach Varadero eingerichtet und bieten Unterkünfte gleichen oder höheren Standards an.
01.12.2025 06:55 Uhr
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Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Venezuela haben russische Reiseveranstalter ihre Pläne für den lateinamerikanischen Tourismus kurzfristig angepasst. Pegas Touristik, eines der größten Unternehmen der Branche in Russland, teilte am Samstag mit, dass Urlauber, die ursprünglich nach Venezuela reisen sollten, nun nach Varadero auf Kuba umgeleitet werden. Hintergrund ist die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, den Luftraum über Venezuela vollständig zu schließen.
Die russische Vereinigung der Reiseveranstalter (ATOR) berichtete, dass der für Montag geplante Flug von Moskau nach Porlamar auf der venezolanischen Insel Margarita abgesagt wurde. Stattdessen wird ein Direktflug nach Varadero eingerichtet. Pegas Touristik garantiert den Gästen Unterkünfte gleichen oder sogar höheren Standards in Kuba. Alternativ können Reisende den bereits gezahlten Reisepreis für zukünftige Buchungen gutschreiben lassen. Ana Podgórnaya, Direktorin von Pegas Touristik, erklärte, dass die Flüge nach Venezuela wieder aufgenommen werden, sobald die Sicherheitslage dies zulasse. Für die derzeit in Venezuela befindlichen russischen Urlauber sei ein Sonderflug zum Rücktransport vorgesehen. Die Entscheidung der russischen Reisebranche ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten geopolitischen Spannungen in der Karibik. US-Präsident Trump hatte am Samstag über die Plattform Truth den vollständigen Luftraumverschluss Venezuelas verkündet. In seiner Mitteilung richtete er sich explizit an Fluggesellschaften, Piloten sowie mutmaßliche Drogen- und Menschenhändler und warnte, den venezolanischen Luftraum zu nutzen. Venezuela reagierte empört auf die Ankündigung und verurteilte sie als inakzeptable Einmischung in die nationale Souveränität. „Absolut unbegründet versucht ein ausländischer Präsident, Befehle zu erteilen und unsere Souveränität zu bedrohen“, hieß es aus Caracas. Die Spannungen zwischen Washington und Caracas dauern bereits mehrere Monate an. Seit September unterhält die US-Regierung ein militärisches Aufgebot in der Karibik, offiziell zur Bekämpfung des Drogenhandels. Gleichzeitig wird Präsident Nicolás Maduro von den USA mit dem berüchtigten „Cartel de los Soles“ in Verbindung gebracht, einem mutmaßlichen Netzwerk des Drogenschmuggels. In der vergangenen Zeit kam es in der Region zu Angriffen auf mehrere Boote, bei denen auch Todesopfer zu beklagen waren.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/5b1ad)
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