Neues aus Kuba
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10.05.2026 08:00 Uhr
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Der Vatikan hat Frieden und Dialog für das krisengeschüttelte Kuba gefordert. Bei einer Messe in Rom betonte Kardinal Czerny, dass stabile Ordnung nicht durch Waffen oder Druck entstehe.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Ordinazione Germanico. Rechte beim Uploadenden.
Der Vatikan hat mit einer eindringlichen Botschaft auf die sich verschärfende Krise in Kuba reagiert. Bei einem Gottesdienst in der römischen Kirche San Ignazio di Loyola appellierte Michael Czerny, Kardinal der vatikanischen Kurie, an die internationale Gemeinschaft, den Weg des Dialogs und der Kooperation zu wählen. Die Messe, die am späten Freitagnachmittag stattfand, war explizit den „Leiden, Hoffnungen und Erwartungen des kubanischen Volkes“ gewidmet und wurde von der kubanischen Botschaft beim Heiligen Stuhl organisiert. Ein Bildnis der Virgen de la Caridad del Cobre, der Schutzheiligen Kubas, war neben dem Altar aufgestellt.
In seiner Predigt, die unter anderem von der US-amerikanischen Jesuitenzeitschrift „America Magazine“ veröffentlicht wurde, unterstrich der aus Kanada stammende Kardinal die tiefe Verbundenheit der Kirche mit der Insel. Er sprach von einer „Geschichte voller Würde, Kultur, Opferbereitschaft, Glauben und Widerstandskraft“. Diese Worte fallen in eine Zeit, in der Kuba unter den Folgen einer schweren Energiekrise leidet, ausgelöst durch das im Januar von der US-Regierung verhängte Ölembargo. Czerny betonte, dass die Soziallehre der Kirche klar lehre, dass wahrer Frieden auf moralischen und geistigen Säulen ruhe, noch vor politischen oder wirtschaftlichen Erwägungen. „Jede Logik ständiger Konfrontation birgt die Gefahr, die Last zu vergrößern, die bereits die einfachen Menschen tragen, insbesondere die Ärmsten, die Alten, die Kranken und die Kinder“, warnte der Kardinal. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf die jüngsten Appelle von Papst Leo XIV. an die Weltgemeinschaft. Der Pontifex habe klargestellt, dass keine stabile Ordnung aus der „Kraft der Waffen“ oder aus einem „Druck, der Völker demütigt“, entstehen könne. Stattdessen wachse menschliche Entwicklung durch Dialog, durch Völkerrecht, durch Zusammenarbeit zwischen Nationen und durch die Wahrung der Würde jedes einzelnen Menschen. In diesem Sinne forderte Czerny, dass humanitäre Hilfe „in ausreichenden Mengen und ohne Hindernisse“ die Bedürftigen erreichen müsse. „Sie darf niemals für politische oder geopolitische Zwecke instrumentalisiert werden“, fügte er mit Nachdruck hinzu. Die Fürbitte der Kirche gelte den kubanischen Familien, den nach Hoffnung suchenden Jugendlichen, den Autoritätspersonen, den Leidenden und allen, die nach friedlicheren Tagen verlangten. Seine Homilie schloss mit dem Gebet, dass das geliebte Kuba „Tage größerer Gelassenheit, echter menschlicher und sozialer Entwicklung, Harmonie und Hoffnung“ erleben möge. Jede politische, wirtschaftliche und internationale Entscheidung solle sich von Weisheit, Klugheit und der aufrichtigen Suche nach dem Gemeinwohl leiten lassen.
Quelle: Prensa Latina (https://is.gd/6btxiQ)
Autor: Leon Latozke
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