Neues aus Kuba
|
17.06.2026 09:00 Uhr
Die US-Regierung warnt eine nicht genannte ausländische Firma vor möglichen Einreiseverboten. Grund sind mutmaßliche Geschäfte mit konfiszierten kubanischen Immobilien.
Die US-Regierung hat gegenüber einem nicht namentlich genannten ausländischen Unternehmen eine formelle Warnung wegen mutmaßlicher Verwicklung in den Handel mit konfiszierten Immobilien auf Kuba ausgesprochen. Das US-Außenministerium veröffentlichte die Rüge auf der Plattform X und drohte den Führungskräften der Firma mit migrationsrechtlichen Konsequenzen. Außenminister Marco Rubio stellte klar, dass ein Visum ein Privileg und kein Anspruch sei, und unterstrich damit den harten Kurs der Administration in der Kuba-Politik. Washington setzt zunehmend Visabeschränkungen als diplomatisches Druckmittel ein, um ausländische Akteure von Geschäften mit enteigneten Vermögenswerten auf der Insel abzuhalten.
Die Maßnahme ist Teil der Strategie von Präsident Donald Trump, die Sanktionen gegen die kubanische Führung zu verschärfen. Bereits Anfang Juni hatte das Außenministerium Strafmaßnahmen gegen das staatliche Unternehmen Unión Cuba-Petróleo (CUPET) verhängt. In diesem Zusammenhang entzog der Bezirk Miami-Dade dem Unternehmen Vanguard Energy die Geschäftslizenz. Die Firma mit Sitz im Großraum Miami hatte geplant, 250.000 Barrel Treibstoff nach Kuba zu exportieren. Der Steuerbeamte von Miami-Dade, Dariel Fernández, begründete die Entscheidung mit den Worten, die Lieferungen kämen einer Unterstützung der „kubanischen kommunistischen, sozialistischen und mörderischen Diktatur“ gleich. Die jüngsten Schritte Washingtons reihen sich in eine Serie von Sanktionen ein, die sich gegen hochrangige Vertreter der Regierung von Miguel Díaz-Canel richten. Zudem sind weiterhin Haftbefehle gegen frühere Führungskräfte aus dem Umfeld der Familie Castro in Kraft. Die US-Regierung verfolgt damit das Ziel, wirtschaftlichen Druck auf Havanna auszuüben und ausländische Investitionen in enteignete Besitztümer zu unterbinden. Die Warnung an die nicht benannte Firma zeigt, dass Washington bereit ist, auch Unternehmen außerhalb der USA mit Einreisesperren zu belegen, sofern sie in Geschäfte mit konfisziertem kubanischen Eigentum verwickelt sind.
Quelle: Swissinfo/EFE (https://t1p.de/ztvqo)
Autor: Leon Latozke
Letzte Meldungen
0 Kommentare
Ihr Kommentar wird veröffentlicht, sobald er genehmigt ist.
Antwort hinterlassen |


RSS-Feed