Neues aus Kuba
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In der ostkubanischen Provinz Guantánamo hat ein Waldbrand über 80 Hektar Bergwald zerstört. Die anhaltende Trockenheit und schwierige Geländebedingungen erschweren die Löscharbeiten.
01.08.2025 08:58 Uhr
Abbildung: Waldbrand in Guantánamo. Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
In der ostkubanischen Provinz Guantánamo hat ein Waldbrand mehr als 80 Hektar Bergwald zerstört. Das Feuer, das sich in der schwer zugänglichen Region La Culebra in den Bergen von Ojo de Agua im Municipio Niceto Pérez ausbreitete, gilt als einer der schwerwiegendsten Brände der vergangenen Jahre. Nach Angaben des staatlichen Nachrichtenportals Cubadebate hatte sich in dem Gebiet seit über 35 Jahren kein vergleichbares Ereignis ereignet.
Begünstigt wurde die Ausbreitung des Feuers durch anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und geringe Luftfeuchtigkeit. Die örtlichen Forstbehörden sprechen von einem Brand „hoher Proportion“, dessen Bekämpfung durch die steilen, unwegsamen Hänge zusätzlich erschwert werde. Über 100 Einsatzkräfte sind laut offiziellen Angaben mit der Eindämmung beschäftigt. Eine Gefährdung der umliegenden Bevölkerung bestehe nicht. Der jüngste Brand reiht sich in eine Serie von Waldbränden ein, die Kuba seit Beginn des Jahres verzeichnet. Zwischen Januar und dem 3. März 2025 registrierte der kubanische Forstschutz insgesamt 136 Brände, bei denen rund 813 Hektar Wald geschädigt wurden. Besonders betroffen waren in diesem Zeitraum die Provinz Pinar del Río, der Sonderbezirk Isla de la Juventud sowie die zentral gelegene Provinz Cienfuegos. In diesen Regionen wurden zusammen 72 Brände mit einer Gesamtfläche von mehr als 580 Hektar gemeldet. Die Hauptsaison für Waldbrände auf der Karibikinsel erstreckt sich von Januar bis Mai und fällt mit der jährlichen Trockenzeit zusammen. Nach Angaben der zuständigen Behörden sind neben klimatischen Bedingungen wie Dürre und Hitze auch menschliche Faktoren wesentliche Brandursachen. Dazu zählen unter anderem illegale Brandrodungen, Fahrlässigkeit durch Raucher oder Wanderer, technische Defekte an Fahrzeugen sowie Aktivitäten von Wilderern und Imkern. Im Jahr 2024 wurden landesweit 326 Waldbrände registriert, die fast 3.000 Hektar Waldflächen betrafen. Angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Trockenperioden warnen Experten vor einer Verschärfung der Lage in den kommenden Jahren. Der kubanische Forstschutz fordert daher verstärkte Präventionsmaßnahmen und eine höhere Sensibilisierung der Bevölkerung für die Risiken.
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