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Hurrikan Melissa zieht langsam über die Karibik und bedroht Jamaika, Kuba und Haiti. Meteorologen warnen vor extremen Regenmengen von bis zu 500 Litern pro Quadratmeter, Orkanböen bis 200 km/h sowie Überschwemmungen und Hangrutschen.
25.10.2025 23:45 Uhr
Abbildung: Abbildung: YouTube-Video
Hurrikan Melissa bewegt sich über dem Karibischen Meer auf Jamaika, Kuba und Haiti zu. Experten warnen vor erheblichen Regenmengen, Überschwemmungen und Orkanböen. Am Samstagmittag lag das Zentrum des Sturms rund 270 Kilometer südöstlich der jamaikanischen Hauptstadt Kingston. Mit nur etwa sechs Kilometern pro Stunde zieht Melissa langsam westwärts – eine Geschwindigkeit, die das Risiko von Starkregen und Hangrutschen deutlich erhöht.
Das US-amerikanische National Hurricane Center (NHC) prognostiziert, dass Melissa bereits am Sonntag den Status eines Major Hurricane erreichen könnte, mindestens Kategorie 3 auf der fünfteiligen Skala. Erste Auswirkungen sind bereits spürbar: In Santo Domingo, Dominikanische Republik, kam es bereits am 23. Oktober zu überfluteten Straßen. Die erwarteten Regenmengen sind außergewöhnlich. Für Jamaika und Haiti werden 400 bis 500 Liter pro Quadratmeter prognostiziert; in den Staulagen der Gebirge könnten es lokal mehr als 500 Liter werden. Zum Vergleich: Die jährliche Niederschlagsmenge in Berlin beträgt durchschnittlich etwa 570 Liter pro Quadratmeter. Zusätzlich zu den starken Niederschlägen sind Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde zu erwarten, insbesondere am Sonntag und Montag. Melissa bezieht seine Stärke aus der überdurchschnittlichen Temperatur des Karibischen Meeres. Hurrikane gewinnen Energie aus der Verdunstung des Meerwassers. Für die Entstehung eines Tropensturms sind Temperaturen von mindestens 26 bis 27 Grad Celsius erforderlich. Aktuelle Messungen zeigen jedoch Werte von 30 bis 31 Grad bis in 60 Meter Tiefe, in 120 Metern Tiefe noch immer 26 bis 27 Grad. Die Kombination aus warmem Wasser und langsamer Zuggeschwindigkeit erhöht die potenzielle Energie des Sturms und damit das Schadenspotenzial. Besonders betroffen sind Regionen mit schwacher Infrastruktur. Haiti gilt als besonders gefährdet, da Überflutungen und Hangrutsche die ohnehin prekären Lebensbedingungen weiter verschärfen könnten. In Kuba drohen ebenfalls Überschwemmungen und Erdrutsche, vor allem in Küsten- und Bergregionen. Behörden haben bereits Warnungen ausgegeben und die Bevölkerung aufgefordert, Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
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Text: Leon Latozke
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