Neues aus Kuba
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05.08.2026 05:00 Uhr
Haben die USA zusätzliche Geheimdienstressourcen als Kriegsvorbereitung nach Kuba entsandt? Zwei anonyme Quellen sprechen von einer verstärkten CIA-Präsenz – möglicherweise als Vorstufe zu weitreichenderen Maßnahmen gegen die Regierung in Havanna.
Abbildung: Das CIA-Wappen in der Lobby des alten CIA Hauptquartiers.
Die USA haben laut einem Bericht des Portals Politico zusätzliche Agenten und Ressourcen für ihre Geheimdienstoperationen in Kuba entsandt. Ziel sei es, den Druck auf die kubanische Führung zu erhöhen, damit diese tiefgreifende Reformen einleitet oder die Macht abgibt – dies inmitten einer der schwersten Krisen in der Geschichte des Karibikstaats.
Zwei mit den Maßnahmen der Trump-Administration vertraute Personen bestätigten dies gegenüber Politico unter der Bedingung der Anonymität, ohne jedoch Details zum genauen Umfang der Operation preiszugeben. Während eine der Quellen nicht spezifizierte, welche Behörden konkret an der Informationsbeschaffung oder der Einflussnahme auf den kubanischen Staatsapparat beteiligt sind, beschrieb eine zweite Person es als eine Zunahme der CIA-"Präsenz" auf der Insel in den vergangenen Monaten – ebenfalls ohne Zeitrahmen oder beteiligte Akteure zu nennen. Der Bericht könnte auf ein Spektrum möglicher Folgemaßnahmen hindeuten – von einer US-Militäroperation in Kuba bis hin zu intensivierten Bemühungen, kubanische Beamte oder die Bevölkerung gegen die Regierung von Präsident Miguel Díaz-Canel aufzubringen, angesichts der wachsenden Unzufriedenheit über die humanitäre Krise. Eine der Quellen beschrieb den Ausbau der Geheimdienstpräsenz laut Politico als taktischen Schritt, der einer möglichen US-Militärintervention den Weg ebnen könnte – wobei die Person weder konkrete Absichten noch Pläne Washingtons bestätigte.
Kuba und die USA sind seit der Machtübernahme Fidel Castros 1959 – und später seines Bruders Raúl – erbitterte ideologische Gegner. Beide Länder betreiben seit Jahrzehnten Geheimdienstoperationen auf dem Territorium des jeweils anderen. Die US-Präsenz auf der Insel war reduziert worden, nachdem Trump während seiner ersten Amtszeit das Botschaftspersonal infolge der gesundheitlichen Vorfälle des sogenannten "Havanna-Syndroms" verringert hatte.
Die aktuellen Berichte fügen sich in eine allgemeine Verschärfung der US-Politik gegenüber Kuba ein – mit Wirtschaftssanktionen, Maßnahmen gegen ausländische Investoren mit langjähriger Präsenz auf der Insel und einer Blockade von Rohöl-Lieferungen, die die durch jahrelanges Missmanagement der kubanischen Regierung verursachte Wirtschaftskrise weiter verschärft hat. Am Montag erlebte die Insel zwei landesweite Stromausfälle innerhalb von 24 Stunden – insgesamt der siebte in diesem Jahr. Der zunehmende Druck fällt zeitlich zusammen mit einer Reihe weiterer Maßnahmen: Im Mai reiste CIA-Direktor John Ratcliffe mit einer Warnung nach Kuba, dass Wandel notwendig sei. Wenige Tage später erhob das US-Justizministerium strafrechtliche Anklage gegen den 95-jährigen ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Ebenfalls im Mai zeigte eine Analyse von Flugdaten der Plattform FlightRadar24, dass die USA mindestens 25 Militärflüge in Kubas Nähe zur Informationsbeschaffung durchgeführt hatten. US-Außenminister Marco Rubio, kubanischstämmig, hat wiederholt Kuba als "Bedrohung" für die nationale Sicherheit der USA bezeichnet.
Quellen: OnCubaNews, Politico
Autor: Leon Latozke
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