Neues aus Kuba
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08.06.2026 08:00 Uhr
Kuba erhält erneut humanitäre Hilfe: 1.700 Tonnen Lebensmittel und Grundgüter aus Mexiko und Belize sind in Havanna angekommen. Die UN warnt vor einer wachsenden Notlage für die 9,6 Millionen Kubaner.
Abbildung: Symbolbild von Meg von Haartman auf Unsplash
Der unter panamaischer Flagge fahrende Frachter „Asian Katra“ hat am Sonntag (7.) mit 1700 Tonnen Lebensmittel sowie anderen Grundversorgungsgütern an Bord den Hafen von Havanna erreicht. Die Lieferung aus Mexiko und Belize ist bereits die sechste humanitäre Hilfssendung, die seit Februar aus Mexiko auf die Karibikinsel gelangt. Kuba durchlebt derzeit eine tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Krise, die durch die jüngste Entwicklung weiter verschärft wird.
Erst vor vier Monaten verhängten die USA ein umfassendes Ölembargo gegen das kommunistische Regime in Havanna. Begründet wurde dieser Schritt mit einer „außerordentlichen Bedrohung“, die von Kuba für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten ausgehe. Seit Inkrafttreten der Sanktionen durfte lediglich ein einziger russischer Tanker anlegen – dessen Vorräte inzwischen jedoch vollständig aufgebraucht sind, wie Berichte nahelegen. Die Vereinten Nationen hatten mehrfach vor einer sich zuspitzenden humanitären Notlage auf der Insel gewarnt. Francisco Pichon, der UN-Vertreter in Kuba, sprach zuletzt am Donnerstag von einem möglichen „explosiven Cocktail“ angesichts des bevorstehenden Beginns der Hurrikansaison. 9,6 Millionen Kubaner seien von der wachsenden Krise betroffen. Die Bedingungen hätten sich in nahezu allen Bereichen weiter verschlechtert, hieß es weiter. Vor zwei Monaten hatte die UNO einen Nothilfeplan im Umfang von über 90 Millionen Dollar aufgelegt. Bislang sei jedoch lediglich ein Drittel dieser Summe finanziert, kritisierte Pichon. Die Lage spitze sich damit kontinuierlich zu. Der jüngste Hilfstransport bringt zwar dringend benötigte Nahrungsmittel und Alltagsgüter, doch die grundlegende Versorgungskrise bleibt bestehen – und könnte sich mit dem Einsetzen der atlantischen Wirbelsturmsaison weiter dramatisch verschlimmern.
Quellen: DW (https://t1p.de/ftrgw), Periodico 26/X (https://t1p.de/fgdqq)
Autor: Leon Latozke
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