Neues aus Kuba
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04.03.2026 08:00 Uhr
Die kubanischen Behörden haben ihre Warnung vor fehlendem Flugzeugtreibstoff bis zum 10. April verlängert. In einer offiziellen Mitteilung (Notam) an Piloten und Fluglotsen wird präzisiert, dass an allen internationalen Flughäfen des Landes kein Jet-A1-Kerosin verfügbar ist. Die Mitteilung gilt erneut für einen Monat.
Die kubanischen Behörden haben ihre Warnung vor fehlendem Flugzeugtreibstoff bis zum 10. April verlängert. In einer offiziellen Mitteilung (Notam) an Piloten und Fluglotsen wird präzisiert, dass an allen internationalen Flughäfen des Landes kein Jet-A1-Kerosin verfügbar ist. Die Mitteilung gilt erneut für einen Monat.
Betroffen sind die wichtigsten Flughäfen: José Martí International Airport, Juan Gualberto Gómez Airport, Jaime González Airport, Abel Santamaría Airport, Ignacio Agramonte Airport, Jardines del Rey Airport, Frank País Airport, Antonio Maceo Airport und Sierra Maestra Airport. Damit ist die internationale Luftanbindung Kubas faktisch eingeschränkt. Die Auswirkungen sind bereits sichtbar: Kanadische und russische Fluggesellschaften setzten ihre Verbindungen vorübergehend aus. Airlines aus Spanien, Mexiko und Panama reagierten mit technischen Zwischenstopps und reduzierten Frequenzen. Für Reisende bedeutet dies längere Flugzeiten und erhöhte Unsicherheit bei der Planung. Auch die Tourismusbranche spürt die Folgen deutlich. Kanada und Russland zählen zu den wichtigsten Herkunftsmärkten internationaler Gäste. Einschränkungen in diesen Verbindungen treffen Hotels, private Vermieter und Dienstleister gleichermaßen. Der Sektor, der traditionell einen bedeutenden Beitrag zur Devisenbilanz leistete, befindet sich seit Jahren im Rückgang. Die aktuelle Treibstoffkrise verschärft diese strukturellen Probleme. Hintergrund ist die zunehmende energiepolitische Spannung zwischen Kuba und den USA. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Ende Januar eine Anordnung, die Zölle gegen Staaten androht, die weiterhin Öl an Kuba liefern. Zuvor hatten die USA nach der Militäraktion zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro das Ende der venezolanischen Öllieferungen an Kuba angekündigt. Kuba produziert nur etwa ein Drittel seines Energiebedarfs selbst. Der Rest wurde bislang überwiegend aus Venezuela, ergänzt durch Lieferungen aus Mexiko und Russland, gedeckt. Wegfall oder Verteuerung dieser Lieferungen wirkt sich direkt auf Stromversorgung, Industrie und nun auch auf den Luftverkehr aus. Die kubanische Regierung signalisiert Gesprächsbereitschaft, streitet jedoch laufende Verhandlungen ab. Washington fordert Zugeständnisse. Die Verlängerung der Kerosin-Warnung verdeutlicht nicht nur die technologische Abhängigkeit Kubas von Treibstoffimporten, sondern auch die enge Verknüpfung zwischen Energieversorgung und geopolitischer Einflussnahme.
Quelle: EFE (https://t1p.de/4hdt2)
Autor: Leon Latozke
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