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03.07.2026 08:00 Uhr
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Der kubanische Präsident Díaz-Canel zeigt sich unbeeindruckt von Trumps Kriegsrhetorik: Kuba fürchte sich nicht vor einer militärischen Auseinandersetzung. Die US-Drohungen bezeichnete er als psychologische Kriegsführung,
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Video. Rechte beim Uploadenden.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat auf die ständigen Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, eine mögliche Invasion der Insel durchzuführen, mit einer klaren Ansage reagiert: „Wir haben keine Angst vor einem Krieg.“ In einem Interview mit dem britischen Sender Sky News stellte der Staatschef am Donnerstag (2.) unmissverständlich klar, dass Kuba sich nicht einschüchtern lasse. Zwar wünsche man keine kriegerische Auseinandersetzung mit den USA, doch sei man bereit, sich zu verteidigen. „Wir bereiten uns darauf vor, nicht überrascht oder besiegt zu werden“, sagte Díaz-Canel. Die fast täglichen, aggressiven Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Invasion der Insel wertete er als Teil "einer Strategie der medialen Vergiftung und psychologischen Kriegsführung", um das Land zu verängstigen. Das sei eine "Untat und eine Beleidigung" der Würde des kubanischen Volkes.
Díaz-Canel betonte: „Wir sind ein friedliches Land. Wir stellen keine Bedrohung für irgendjemanden dar, im Gegenteil, wir bieten der Welt Solidarität. Kuba ist keine Nation im Konflikt, wir sind keine Kolonie, und wir werden weder unsere Souveränität noch unsere Unabhängigkeit aufgeben.“ Die Äußerungen fallen in eine Zeit erhöhter Spannungen, nachdem Trump erst am Mittwoch behauptet hatte, Kuba rücke nach Jahrzehnten wieder in die US-amerikanische Einflusssphäre. Zuvor hatte das US-Finanzministerium neue Sanktionen gegen die politische Führung in Havanna verhängt, die das bereits bestehende Wirtschaftsembargo weiter verschärfen. Der kubanische Präsident warf der US-Regierung vor, die internationale Öffentlichkeit zu täuschen. In einer Phase „maximalen Drucks“ leide die Insel unter einer beispiellosen Wirtschaftsblockade, die das tägliche Leben der Kubaner massiv beeinträchtige. Seit Mitte 2024 kämpft Kuba mit einer tiefgreifenden Energiekrise, die sich durch die US-amerikanische Erdöl-Offensive ab Januar 2026 weiter zugespitzt habe. Im Mai kamen Sanktionen gegen alle Personen und Unternehmen hinzu, die die kubanische Regierung unterstützen oder in Schlüsselsektoren wie Energie, Verteidigung, Finanzen und Bergbau tätig sind. Angesichts dieser Entwicklungen hat die kubanische Regierung diese Woche bei der UN-Generalversammlung eine Sondersitzung beantragt, um über die Auswirkungen des US-Embargos zu debattieren. Die Sitzung soll voraussichtlich am 7. Juli in New York stattfinden. Auf die Frage von Sky News, ob er Trumps Drohungen ernst nehme – insbesondere nach den jüngsten US-Interventionen in Venezuela und im Iran –, antwortete Díaz-Canel mit ungewöhnlicher Härte: Er sei bereit, „bis zum letzten Blutstropfen“ für die Rechte, die Unabhängigkeit und die Souveränität Kubas zu kämpfen. Autor: Leon Latozke
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