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Veteranen der gescheiterten Schweinebucht-Invasion von 1961 blicken zurück auf ein Trauma, das Castros Herrschaft damals nur zementierte. Heute sehen einige in der Exilgemeinde Miami angesichts der katastrophalen humanitären Krise in Kuba eine historische Chance für einen Wandel.
Abbildung: Symbolbild/Screenshot. Bildquelle: Playa Giron 1961. Rechte beim Uploadenden.
Die Zeitzeugen, die 1961 als junge Männer in der von der CIA unterstützten „Brigade 2506“ kämpften, blicken auf das traumatische Scheitern der Invasion zurück, das Castros Herrschaft damals nur festigte. Heute, im Angesicht einer sich zuspitzenden humanitären und wirtschaftlichen Krise in ihrer Heimat, sehen einige in der Exilgemeinde Miami jedoch eine neue historische Chance. „Jetzt haben wir vielleicht eine Gelegenheit für irgendeine Art von Lösung“, wird eine Stimme aus dem Umfeld der Exilanten zitiert. Die Beschreibung der aktuellen Zustände fällt drastisch aus: „Sie sterben vor Hunger auf den Straßen, sie haben keine Medizin, sie haben kein Essen, sie haben kein Wasser und die Regierung hat nicht die Ressourcen, um die grundlegenden Bedürfnisse zu decken.“ Diese Verzweiflung treibe sogar Menschen in die Flucht nach Haiti, einem Land, das selbst mit enormen Problemen kämpft.
Das Video der Deutschen Welle (DW) zeichnet nach, wie die damalige US-Regierung unter Präsident Kennedy die rund 1400 exilkubanischen Kämpfer ausbilden und bewaffnen ließ, um Castro zu stürzen und einen Volksaufstand zu entfachen. Die persönlichen Schilderungen der Veteranen sind dabei von der Naivität der Jugend und dem anschließenden Schock geprägt. Einer von ihnen gab an, erst drei Tage vor dem Einsatz einem schweren Maschinengewehr zugeteilt worden zu sein: „Ich ging also nach Kuba, ohne jemals ein solches MG gesehen zu haben.“ Die anfängliche Aufregung wich schnell blankem Entsetzen, als der Überraschungsmoment verpuffte und die erwartete Luftunterstützung ausblieb. „Und auf dem Höhepunkt unseres Erfolges zog Kennedy die Unterstützung zurück und verriet uns. Er ließ uns im Stich“, so die anhaltende Anklage eines Veteranen im Video. Die Invasion brach in nur drei Tagen zusammen; etwa 100 Angreifer wurden getötet, fast 1200 gerieten in Gefangenschaft.
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